Telefon
0721 - 1323768

Digitaler Nachlass

Fast jeder hat heute mindestens ein eMail-Konto, eine Vielzahl von Menschen bewegt sich weltweit in sozialen Netzwerken. Der Zugang zum Account mit Passwörtern verschlüsselt, die nur dem Anwender bekannt sind. Was passiert mit diesen Daten, wenn der Nutzer verstirbt? Der oder die Erben bekommen nicht ohne Weiteres Auskünfte zu Passwörtern oder Zugängen. Nutzer sollten deshalb im Wege einer gesonderten Vollmacht regeln, was mit dem digitalen Nachlass geschehen soll. Der Bevollmächtigte bzw. die entsprechende Vertrauensperson, die mit den Erben nicht identisch sein muss, kann dann die Konten pflegen oder auch löschen.
Diese Regelung gehört nicht ins Testament. Das Testament ist unter Umständen nicht sofort auffindbar, so dass es dann eventuell zu spät ist. Die Vertrauensperson muss tätig werden können, sobald sie vom Tode erfährt.

Es empfiehlt sich, eine schriftliche Zusammenstellung aller Zugangsdaten und Passwörter zu erstellen und an einem sicheren Aufbewahrungsort zu hinterlegen. Dieser Ort wird gegenüber der Vetrauensperson benannt.

Insbesondere wer viel online bestellt oder über das Internet einkauft muss sicher stellen, dass die Erben sich über die abgeschlossenen Verträge informieren können.
Wer allerdings vermeiden will, dass die Erben Zugriff auf die private Korrespondenz haben oder Einblick in intime Daten und Vorgänge haben, sollte ebenfalls eine Vertrauensperson benennen und dieser die entsprechenden Daten bekannt geben, damit ggf. eine Vernichtung erfolgen kann.

Können die Erben keinen Zugriff auf die eMail-Konten nehmen, ist die Kontaktaufnahme mit den Anbietern oftmals schwierig, zumal wenn diese im Ausland sitzen.

Wurde z.B. kurz vor dem Tod etwas bestellt und noch nicht bezahlt, so richtet sich die Forderung des Unternehmens auf Zahlung gegen den oder die Erben.

Im Einzelfall sollte der Nutzer bei seinem Anbieter erfragen, wie im Todesfall verfahren wird. Dies gilt auch für Facebook und Co. Bei Google zum Beispiel kann verfügt werden, wie nach dem Tode mit dem Zugang umgegangen werden soll. Ähnliches gibt es bei Facebook.



Eingestellt am 06.07.2017 von W.Theissen
Trackback

Kommentar hinzufügen:

Ihr Kommentar wird nach Überprüfung veröffentlicht.
Ihre persönlichen Daten werden nicht angezeigt.
Ihr Name:
Ihr Kommentar:
Registrieren: E-Mail Benachrichtigung bei neuen Kommentaren.
Registrierte Nutzer können Benachrichtigungen per Email
anfordern, unseren Newsletter abonnieren und weitere
Informationen erhalten.
Spamschutz: Bitte geben Sie die Zeichen auf dem Bild ein.


Bewertung: 0,0 bei 0 Bewertungen.
Wie hilfreich fanden Sie diese Informationen?
(1=wenig hilfreich, 5=sehr hilfreich)