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EU - Erbrechtsverordnung

Die künftige EU-Erbrechtsverordnung, die voraussichtlich ab Mitte 2015 gilt, gibt das bisher geltende Staatsangehörigkeitsprinzip auf. Bisher war das Heimatrecht des Erblassers Grundlage für die Erbfolge und das hierauf anwendbare Recht. Mit Geltung der EU-Erbrechtsverordnung wird nunmehr der letzte gewöhnliche Aufenthalt des Erblassers sein.

Beispiel:
Ein Rentnerehepaar hat seinen Altersruhesitz auf Mallorca genommen und lebt dort viele Jahre bis zum Tode. Der letzte gewöhnliche Aufenthalt lag deshalb in Spanien, so daß spanisches Erbrecht zur Anwendung käme.

Auch die zunehmende Mobilität und der Aufenthalt von Firmenmitarbeitern über längere Zeit im Ausland, z.B. mit der Familie kann zur Geltung ausländischen Rechts führen.
Empfehlung: Im Rahmen einer letztwilligen Verfügung (Testament, Erbvertrag, o.ä.) wird ausdrücklich eine sog. Rechtswahl ausgesprochen, d.h., im Testament wird ausgeführt, daß ausdrücklich die Anwendung deutschen Rechts gewünscht wird.